Informationen zur Bestellung, Pflege, Garantie
Die Wartezeit für eine Bestellung beträgt aktuell ca. 18-24 Monate. Grundsätzlich sind ein oder zwei aktuelle Instrumente zum Anspielen und für Ausstellungen vorrätig. Diese behalte ich meist ein Jahr und können dann auch gekauft werden. Die aktuelle Verfügbarkeit bitte anfragen.
Ich weiß, dass es eine ganze Portion Vertrauen in den Gitarrenbauer braucht, um ein Instrument zu bestellen, das man vorher nicht probieren kann. Fast immer sind die Gitarristen mit einem eigens für Sie angefertigtem Instrument sehr zufrieden und am besten bedient. Vorwiegend werden die Erwartungen sogar deutlich übertroffen, siehe Referenzen. Maßgefertigt passt eben besser als von der Stange. In ganz seltenen Fällen kann es doch einmal vorkommen, dass ein Instrument nicht den Vorstellungen entspricht oder klanglich anders reagiert als es zum Spieler passt. Auch hier biete ich eine faire Lösung. Bei den Standardmodellen kann man normalerweise bei Abholung zwischen zwei Instrumenten wählen oder sich auch für eines der Ausstellungsinstrumente entscheiden.
Zahlung & Abholung:
Bestellungen werden gewöhnlich mit 1/4 des Kaufpreises angezahlt. Ein weiteres Viertel wird bei Baubeginn fällig. Die Restzahlung erfolgt dann bei Abholung / vor Versand. Individuelle Ratenzahlung nach Vereinbarung möglich. Zum Instrument gehört ein hochwertiger Koffer. Eine aktuelle Preisliste erhalten Sie auf Anfrage per Mail.
Ich bevorzuge und empfehle unbedingt die persönliche Abholung des Instruments! Hier nehmen wir dann auch die Feineinstellung der Saitenlage vor. Auf Wunsch erfolgt der versicherte Versand zu Lasten des Käufers.
Hinweise zur Benutzung und Pflege Ihrer neuen Gitarre
1. Aufbewahrung & Luftfeuchtigkeit
Eine handgebaute Gitarre aus massiven Hölzern ist ein sensibles Werkzeug. Die Luftfeuchtigkeit sollte optimalerweise im Bereich von 40-55 % liegen. Ein genaues Messgerät und bei Bedarf einen Luftbefeuchter verwenden (konventionelle Haarhygrometer sind sehr ungenau). Wenn die Bundenden scharfkantig herausstehen, ist es definitiv zu trocken. Risse sind dann die logische Folge. Die Gitarre vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung schützen, sowie vor trockener Heizungsluft. Bei Nichtgebrauch am Besten im Koffer aufbewahren. So behalten Sie lange Freude an Ihrem Instrument!
2. Die Saitenlage
Der Hals und die Decke geben aufgrund der Spannung der Saiten anfangs etwas nach und finden ihr Gleichgewicht. Die Saitenlage muss daher bei einer neuen Gitarre nach den ersten Monaten und auch danach gelegentlich justiert werden. Ich versuche, die Saitenhöhe für leichteres Greifen so niedrig wie möglich einzustellen, aber die persönlichen Vorlieben können sehr unterschiedlich sein. Das kann von jedem guten Gitarrenbauer oder von mir selbst mit geringem Aufwand nachgestellt werden.
3. Reinigung & Pflege
Zur Reinigung ein weiches Baumwoll- oder Mikrofasertuch verwenden. Auf keinen Fall Polituren aus dem Autozubehör oder Hobbybereich verwenden, auch nicht für E-Gitarren empfohlene Reiniger! Bei gröberer Verunreinigung einen speziellen Cleaner verwenden. Das Griffbrett sollte einmal jährlich mit einem Tuch oder Stahlwolle der Sorte 000 gereinigt und nachgeölt werden, um Rissbildung vorzubeugen. 2-3 Tropfen (z.B. Zitronen- oder Leinsamenöl) auftragen, Überstand abwischen.
4. Die Einspielphase
Eine neue Gitarre entwickelt ihr vollständiges Klangbild während der sogenannten Einspielphase. Das Instrument »lernt« zu klingen. Das mag überraschen, ist aber physikalisch erklärbar. Die innere Dämpfung des Holzes nimmt durch das Schwingen ab, und verschiedene Alterungs- und Aushärtungsprozesse finden statt. Besonders die Klangdauer in den Höhen und die Klangfarben werden sich in der Einspielzeit entwickeln. Dies dauert bei intensivem Spiel etwa ein Jahr und schwächt sich im Lauf der Zeit ab. Aber auch nach mehreren Jahren können noch Veränderungen wahrgenommen werden.
5. Die Schellack Politur
Der Schellack ist anfangs empfindlich und braucht etwa 3-4 Monate zum vollständigen Aushärten. Ein weiches Tuch unter dem Arm der Anschlagshand und auf den Beinen unterlegen. Wärme und Schweiß greifen den Schellack an. Vorsicht mit (Hemd) Knöpfen, Reißverschlüssen, Gürtelschnallen oder Ähnlichem, sowie groben Textilien. Diese können Spuren und Kratzer hinterlassen. Das Gute ist: Eine Schellackpolitur kann jederzeit wieder aufpoliert werden.
6. Der Doppelloch-Steg
Die meisten meiner Gitarren haben einen Steg mit 2 Löchern für jede Saite, also insgesamt 12. Das bietet zwei Möglichkeiten der Befestigung. Entweder kann man die Saiten wie gewöhnlich aufziehen oder man benutzt beide Löcher um einen stärkeren Winkel und damit mehr Anpressdruck zu erreichen. Es hängt auch von der verwendeten Saitenspannung und dem gewünschten Klang ab. Welche Variante besser klingt, muss man ausprobieren. Dabei unbedingt darauf achten, das jeweils korrekte Loch zu benutzen, sonst laufen die Saiten nicht zentriert. Das tiefere der beiden Löcher ist immer das „Richtige“.
7. Die doppelte Decke / Double-Top
Die „doppelte Decke“ in Sandwichbauweise hat viele Vorteile. Sie bietet enormes Potenzial und Lautstärke, und reagiert klanglich weniger anfällig auf Veränderungen der Luftfeuchtigkeit. Auf Konzertreisen ein großer Vorteil. Man sollte aber wissen, dass die Deckenschichten unter 1mm stark sind, und von daher empfindlich für mechanische Beanspruchung sind, wie Fingernägel, Klopfen, Tappen etc. Hier ist besondere Vorsicht geboten.
Bei weiteren Fragen oder Unklarheiten zögern Sie bitte nicht mich zu kontaktieren.
Ziehen Sie sich in den Testraum zurück und probieren in entspannter Atmosphäre. Hier können Sie in aller Ruhe herausfinden welches Instrument zu Ihnen passt. Bringen Sie auch Ihr eigenes Instrument als Referenz mit und möglicherweise einen zweiten Gitarristen.
Ich garantiere, dass Sie ein nach bestem Wissen und mit aller Sorgfalt hergestelltes Instrument erwerben. Fachmännisch nach allen Regeln der Kunst ausgeführt. Jedes Instrument wird unter kontrollierten Bedingungen von 38-40% rel. Luftfeuchte aus langjährig abgelagerten Hölzern zusammengebaut.
Das Gitarrenatelier Stark bietet eine über die gesetzliche Gewährleistung hinaus verlängerte Garantie von 48 Monaten auf Fehler der Herstellung und Konstruktion.
Schäden aufgrund von Abnutzung, Beschädigung durch äußere Einflüsse, Witterung, Alterung, oder durch zu hohe/niedrige Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sind nicht Teil der Garantie. Haarrisse können bei manchen Hölzern (z.B. Rio Palisander, Zeder…) auch ohne äußere Einwirkung auftreten. Holz ist ein Naturprodukt. Risse, Verfärbungen etc. sind von der Garantie ausgeschlossen.
Anbauteile anderer Hersteller an der Gitarre, wie Mechaniken, Koffer oder Tonabnehmer unterliegen der gesetzlichen Gewährleistung. Gewährleistungsansprüche dieser Bauteile tritt der Verkäufer an den Käufer gegen den Hersteller dieser Bauteile ab. Nicht autorisierte Reparaturen und Umbauten führen zum Verfall der Garantie. Die Garantie ist nicht übertragbar. Das Gitarrenatelier Stark haftet nicht für Folgekosten, die aus dem Defekt eines Instruments herrühren. Die Garantie ist Bring-In. Anfallende Versandkosten sind selbst zu tragen.
Wenn Sie ihr Instrument bei einem Händler erworben haben, gilt ausschließlich die gesetzliche Gewährleistung. Das kann je nach Land verschieden sein. In diesem Fall ist ausschließlich der Händler in Anspruch zu nehmen.
Im Fall der Fälle bin ich immer bemüht, eine faire und gute Lösung zu finden!

